Aufgrund einer 90 % Sanktionierung durch das Jobcenter
hat Ralph Boes seit nunmehr 14 Tagen kein Geld für Nahrungsmittel. Einige
Politiker sind hellwach. Für viele ist das Verhalten von Ralph Boes unverständlich.
Die Verfassung von Ralph Boes ist noch gut. Von
seltenen Schwächemomenten abgesehen arbeitet er rund um die Uhr weiter daran,
dass das Grundgesetz endlich wieder in der deutschen Sozialpolitik Anwendung
findet. Die Sanktionen im Harzt-IV-System müssen weg. Zu behaupten, die
Bestrafung eines Menschen durch Entzug der Lebensgrundlage sei mit dem
Grundgesetz vereinbar, ist Augenwischerei. Die Konsequenzen der Sanktionen
werden an Ralph Boes sichtbar, der sie bewusst auf sich nimmt, um an seinem Beispiel
öffentlich zu zeigen, was sonst tausendfach verborgen geschieht. Juristisch
wurde die Verfassungswidrigkeit bereits durch Wolfgang Nešković und Isabel
Erdem dargelegt.
Katja Kipping (Parteivorsitzende von DIE LINKE) hat Ursula
von der Leyen öffentlich aufgefordert, sich für die Abschaffung der Sanktionen
einzusetzen. Auch der Bundestagsabgeordnete Arfst Wagner (Bündnis 90/Die
Grünen) fordert auf seiner Webseite, die verfassungswidrigen Sanktionen sofort
abzuschaffen. Ein Gespräch mit dem Abgeordneten Dr. Strengmann-Kuhn führte zu
einer positiven Zusammenarbeit und knüpft ein weiteres Band in Richtung der
Grünen. Ebenfalls Doris Dressler (DIE LINKE), Kreistagsabgeordnete im
Spree-Neisse Kreis, setzt sich nun für Ralph Boes ein. Sie habe beim Anschauen
der Videos einen Aha-Effekt gehabt und verhehlt nicht, dass sie in Herrn Boes zunächst
einen Selbstdarsteller gesehen hat.
Bei manchen Mitmenschen bleibt Unverständnis. Dass jemand
in Deutschland hungert, dies aber kein Hungerstreik ist, sondern direkt durch
das Verhalten der Behörden ausgelöst wurde, wirkt ebenso befremdlich wie die
Tatsache, dass ein Mensch sanktioniert wird, obwohl er arbeitet und nicht etwa,
weil er Arbeit verweigert. Es geht Ralph Boes u.a. um einen neuen
Arbeitsbegriff, der den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen Rechnung
trägt. Ein weiteres Missverständnis ist, es gehe hier um Ralph Boes selbst. Diese
Betrachtung wäre verfehlt. Es geht ihm vor allem darum, das Unrecht des
Sanktionierungssystems deutlich zu machen. Hier passt gut, was Kafka sagte: „Was mir geschehen ist, ist ja nur ein
einzelner Fall und als solcher nicht sehr wichtig, da ich es nicht sehr schwer
nehme, aber es ist ein Zeichen eines Verfahrens, wie es gegen viele geübt wird.
Für diese stehe ich hier ein, nicht für mich."
Weitere Informationen finden Sie unter: www.grundrechte-brandbrief.de
www.wir-sind-boes.de
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Ansprechpartner/innen:
Ralph Boes (030 / 499 116 47) für direkte Interview-Anfragen
Diana Aman 0176 / 56109443